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Forschung

École normale supérieure, rue d'Ulm, Paris (2015)Schwerpunkte meiner Forschung (die Nummern beziehen sich auf die Publikationsliste):

Multimodalität

Ein Schwerpunkt meiner aktuellen Forschung liegt auf dem noch jungen Gebiet der Multimodalität, und dort insbesondere auf der Untersuchungen von Interaktionen zwischen semiotischen sowie perzeptuellen Modi, unter Verwendung von experimentellen (26) und formalen (28) Ansätzen.

Stilforschung

In meiner Dissertation (33) habe ich eine allgemeine Stiltheorie entwickelt, die den Anspruch hat, das Phänomen Stil umfassend zu beschreiben. Es gab bislang kaum Ansätze, die alle alltagssprachlich „Stil“ genannten Bereiche umfassen, also nicht nur den Stil von Texten, Musik, Artefakten oder Gebäuden, sondern auch von Verhalten wie Autofahren, sozialer Interaktion, oder Sport. (11) und (15) sind Einführungen in die Theorie.

Aufbauend auf den theoretischen Erkenntnissen der Dissertation habe ich 2011 an der IUAV Venedig mit experimentellen Untersuchungen zu Stil begonnen.

Diskurs, Frames und Wissen

Einige meiner Arbeiten wenden Dekonstruktion (8), Kommunikationsmodelle der analytischen Philosophie (9), (20) sowie Semiotik (10) auf literarische Werke an, jeweils mit dem Anspruch, das Potential dieser Ansätze für die Literaturwissenschaft aufzuzeigen. Meine Dissertation beschäftigt sich u.a. mit sprachlichem Stil, wobei sie diesen auf andere Stilbereiche bezieht, mit dem Ziel eines einheitlichen Ansatzes.

Vor einigen Jahren stieß ich auf das Tagebuch des Johannes Spiecker, eine zuvor weitgehend übersehene historische Quelle zum Herero-Nama-Aufstand und Völkermord (deutlich kritischer dargestellt in der englischen Fassung), und die Rolle der deutschen Missionare. Nach einigen Hindernissen konnte das Tagebuch schließlich 2012 erscheinen (31); ich habe es in einem weiteren Buch (34) umfassend ausgewertet, unter Bezug auf die Forschung zu Reiseliteratur und zu Kolonialdiskursen. Eine diskursanalytische Perspektive nimmt der englischsprachige Artikel (25) ein.

Aktuell beschäftige ich mich mit Diskurslinguistik und -semiotik, vgl. (23), (24), und (32); mehr dazu hier.

Ästhetik

Die Experimentelle Ästhetik ist ein derzeit rasch wachsendes Forschungsgebiet. Zusammen mit Emanuele Arielli (siehe auch hier) arbeite ich an Studien zu intermodalen/intermedialen Einflüssen von Stilen aufeinander, und an einem Buch (35) zur experimentellen Stilforschung, zu der bislang kein Übersichtswerk vorliegt. Darin werden die theoretischen Grundlagen einer allgemeinen, modalitätsübergreifenden Konzeption der empirischen Stilforschung vorgestellt, die bisherige Forschung wird unter diesem Blickwinkel umfassend aufgearbeitet und neue Ergebnisse vorgestellt.

Quai Branly und Eiffelturm, ParisMehrere meiner Arbeiten beschäftigen sich mit der Artefaktsemantik. Artefakte haben für uns Bedeutungen, die auf unterschiedliche Weise entstehen und uns in ihrer Wahrnehmung beeinflussen. Für Designer ist es wichtig, zu verstehen, nach welchen Prinzipien die Semantik von Artefakten funktioniert. Diesem Thema widmen sich die Artikel (16), (17) und (18).

Semiotik

Semiotik, die Wissenschaft von den Zeichen und Zeichenprozessen, ermöglicht ein fundiertes Verständnis und die genaue Analyse kultureller Prozesse. Ich konzentriere mich auf analytische, methodisch präzisierbare Ansätze und verwende die Semiotik meist als Methode für die Untersuchung verschiedener Fragestellungen. Arbeiten, die auf die eine oder andere Weise mit Semiotik zu tun haben, sind (7), (9), (10), (11), (13), (14), (15), (16), (17), (18), (20), (21), (23), (24), (27), (28), (32), (33). Mehr dazu hier.